Die Himmelssäule

eine kooperation von theater instrumental und u.g.l.e.
regie: daniel wahl
spiel: marcelo miguel


gefördert durch



»Was bringt es mir, in der Stadt zu leben, wenn das Glück mich nicht begleitet? Lebewohl schöne Frau meines Herzens. Ich möchte in meine Heimat zurückkehren. Bei Sonnenaufgang werden die Vögel wieder singen, mit großer Freude werde ich auf meinem Pferd reiten und durch die Straßen galoppieren. Dann unter meinem Baum den Tieren lauschen.«



Marcelo erzählt die Geschichte seiner Kindheit. Oder ist es die Geschichte von Ciesco, Marcelos Doppelgänger?

»Ich weiß nicht warum, aber ich liebte es schon als Kind, irgendwelche Geschichten zu erfinden. Das Erfinden von Geschichten war einfach, nur der Ausstieg aus den Lügengeschichten erwies sich oft äußerst kompliziert.«

2015 stirbt Marcelos Vater. Der Himmel fällt ihm buchstäblich auf den Kopf. Nach der Beerdigung setzt er sich im Garten seiner Eltern unter seinen Guavenbaum und erinnert sich, an seine alte Heimat. Brasilien, Sao Paulo, die Favela, die Familie. Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freunde und andere Weggefährten. Er erinnert sich an Gewalt, Liebe und Momente des Abschieds.

»Ich muss mit meinen Narben spielen. Es macht mir Freude, mit alldem zu spielen. Ich will diese Narben nicht verstecken. Egal, ob sichtbare oder unsichtbare. Diese Narben gehören zu mir.«


Gemeinsam mit Marcelo taucht das Publikum ein in die Welt der gedanklichen und körperlichen Kindheitserinnerungen und erforschen die innere Spur, welche die Kindheit in jedem Menschen hinterlässt.


Premiere: Do 11.Oktober 2018 um 20.30 Uhr
weitere Termine: Fr. 12. & Sa 13.Oktober um 20.30 Uhr
E-Werk, Kammertheater


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